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Ramadan und eine unverhoffte Begegnung

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Ramadan und eine unverhoffte Begegnung

Eine Woche Ramadan – und es ist erstaunlich, wieviel Zeit man hat, wenn das Frühstück vor Sonnenaufgang stattfindet. Das sind – wenn man sich auf die verkürzte Nachtruhe eingestellt hat – gute drei Stunden bevor der übliche Tagesablauf beginnt. Da kann man dann in aller Ruhe (Achtung: Klischee!) auf Vorrat Hijabs bügeln, das schon seit Ewigkeiten herumliegende Magazin über B.B. King lesen, abgerissene Spaghettiträger am Unterkleid annähen, oder statt direkt zur U-Bahn zu gehen einen Spaziergang im Park machen.

Um dort dann beim Minigolfplatz auf einen älteren Herren zu treffen, der gestenreich bittet, man möge doch die Musik-Ohrstöpsel abnehmen. Ohje, morgens um sieben bereits ein ortsunkundiger Tourist… – aber keineswegs: nach kurzem Drumherumgerede fragt er, ob ich vielleicht… möglicherweise… in aller Höflichkeit gefragt… das Hausmädchen sei, dem er gelegentlich bei einem gemeinsamen Bekannten… nunja: den Hintern versohlt habe.

Ich bin vor Überraschung tatsächlich einen Moment lang sprachlos. Ein unliebsames Wieder-Erkennen? Einigermaßen unscheinbar gekleidet wie ich bin – Jeans, lockere Bluse, knielange Sommerjacke und passendes Kopftuch – hat ihn, wie sich bald herausstellt, die Art wie der Hijab das Gesicht umhüllt, wie die Nadeln den Faltenlauf fixieren, unwillkürlich an damals erinnert.

Er ist also tatsächlich einer jener Gäste, die mein damaliger „Professor“ gelegentlich einlud, um seine devote Dienerin bei erotischen Rollenspielen vorzuführen. Die höfliche, ungezwungene Offenheit beiderseits führt dazu daß wir bald in ein amüsiertes Gespräch vertieft sind, während wir ohne eigentliches Ziel durch den Park schlendern. Er erzählt, daß er ja nun im Ruhestand sei, und sich gerade bei „den Jungs“ am Parkeingang „was zum Rauchen“ besorgt habe: „Preise haben die inzwischen! Naja, ich brauch das ja eigentlich nur wegen meinem Rücken…“ Er ist erstaunt als ich ihm erzähle, daß ich diese regelmäßigen „Dienste“ als unterwürfiger Part bei fantasievollen Rollenspielen weitgehend aufgegeben habe; er wirkt aber interessiert als ich erwähne, daß ich nach wie vor Korsett und Mieder trage – zu seiner Freude beschreibe ich ihm dann detailliert, was ich derzeit an Unterwäsche trage.

Schließlich muß er dann doch zu seinem Auto zurück – er wohnt inzwischen außerhalb der Stadt – und wir tauschen Telefonnummern (er) und Mail-Adressen (ich) aus. Man sollte sich doch wirklich mal auf einen Kaffee treffen…

Den ganzen Tag freue ich mich amüsiert, wie ungezwungen diese eigentlich ja doch frivole Begegnung und Unterhaltung verlaufen ist. Jemanden wiederzusehen, der einem vor mehr als zehn oder fünfzehn Jahren bei erotischen Spielchen begegnet war, ohne daß es in Frendschämen und Peinlichkeiten endet, das ist schon selten. Und beweist, daß die Treffen beim Professor mit ihrer eigentümlichen Mischung aus kultiviert-ironischer Plauderei und versaut-tabulosen Unterbrechungen schon etwas Besonderes waren.

Another big one

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The (female) cast of a TV novella which translates as „The Nine Lives Of Baden“.

Something new….

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Fatima liest (schon wieder)

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Fatima liest (schon wieder)

Stefan Gaffory
Wehe, Du schreibst nichts über die Nits
Gonzo 2016

 

Seit Erfindung des Buchdrucks und der beweglichen Lettern war es nicht mehr nur den Gelehrten und Klerikern vorbehalten, ihre Gedanken und Nachrichten mitzuteilen, und zwar – im Gegensatz zum formlosen Gespräch – mit nach Regeln konstruierten Sätzen, die Absichten, Hintergründe oder Tonfall ausdrücken könn(t)en. Eine ähnliche Öffnung geschieht derzeit im Journalismus, der sich in Online-Magazinen, Foren und Blogs zu einer (auch qualitativen) Vielfalt entwickelt, die durchaus ihre Tücken hat, vor allem wenn so etwas dann in Buchform präsentiert wird und nicht gnädigerweise in den Tiefen der Timeline verschwindet.

Ein Buch wie »Wehe, Du schreibst nichts über die Nits« findet man bei Hugendubel auf dem »Young & Crazy«-Tisch neben Stuckrad-Barre und Tommy Jaud. Es versammelt Artikel und Online-Beiträge des Autors bzw. seines Alter Egos King Bronkowitz zu Musikthemen – Plattenbesprechungen, Polemiken und Listen, offenbar bearbeitet und neu zusammengestellt, teilweise auch plötzlich verwirrenderweise aus der Gegenwart kommentiert – und es ist ein Vergnügen, dies zu lesen.

Dem Autor wird in einem der Vorworte ein »Selbstbewußtsein so groß wie der Assuan-Staudamm« bescheinigt, und wenn er ohne Rücksicht auf Verluste oder Fakten vom Leder zieht, dann beeindruckt nicht nur sein Repertoire an derb-zynischen Formulierungen (speziell seine Hoden scheinen ein unversiegbarer Quell der Inspiration zu sein), sondern man spürt in jeder Zeile, daß sich hier eine gigantische Musikbegeisterung mitteilt. Was nicht immer von Vorteil ist.

Gaffory gibt selbst zu, daß er ein Nerd ist. Alben werden hier »erarbeitet«, ständig müssen »Best Of«-Listen seinem ausufernden Jäger-und-Sammler-Drang Struktur geben, und schlichtweg absurde Informationen (»gekauft 2004 im Studio Eins, Karlsruhe«: vielen Dank von den Historikern der Nachwelt!) lassen einen zweifeln, ob man nicht wieder einem seiner sarkastischen Scherze auf den Leim geht. Diese in Foren- oder Blog-Einträgen durchaus sinnvollen Daten und Anekdoten aus dem Autoren-Leben wirken zwischen zwei Buchdeckeln dann doch arg selbstverliebt – der Sprung vom Privaten ins Allgemeine wird viel zu selten gemacht. Und (womit wir beim neuen Online-Journalismus sind:) Substanz kommt leider viel zu kurz. Eine Plattenkritik mit einem Dutzend Zeilen, in denen die Musik und die erste Reaktion des Kritikers beschrieben wird, ist OK für eine Musikzeitschrift, aber in einem Buch, als Teil von »Iggy Pop – Ein Wegweiser durch die Discographie«? (Es gibt da ja immerhin dieses Internet…) Im Gegensatz zu Schreibern wie Jens Balzer (bei dem selbst die mißmutige Schilderung eines Festivalbesuchs zu einer erhellenden Miniatur über Hipster und Hype gerät) wird hier nicht verglichen, nicht versucht zu analysieren, z.B. warum dieser Musiker namens I. Pop von Album zu Album sowohl ewige Klassiker als auch schlechtberatene bzw. mißlungene Werke abliefert, weshalb jemand, der sich als Rebell und eigensinniger Querkopf darstellt, sich offensichtlich bei fast jeder LP von Produzent oder Plattenfirma reinquasseln und sich willig manipulieren läßt… Stattdessen liest man Sätze wie »Dummerweise fällt mir auch sonst zu der Platte nichts Besseres ein.« Aber eine Liste, na klar, und vollständig ist sie auch, na klar.

Bizarr (und natürlich besonders unterhaltsam zu lesen) wird es, wenn Herr Gaffory richtig ausrastet. »Out Of Time« von R.E.M. wird in einem speziellen Artikel in Grund und Boden verdammt (er hat es vor 20 Jahren höchstens dreimal gehört) und nebenbei der verläßlich großartige Malibu-Versand (R.I.P.) gedisst, und Bob Dylan mag der Autor ebenfalls nicht. Allerdings werden keineswegs Dylans Fähigkeiten oder z.B. seine Rezeption bei der Grunge-Generation thematisiert, sondern der Beitrag befaßt sich zur Hälfte mit Bands aus dem Rheinland, die Tom Waits-Songs covern. Das wird diesem Dylan zu denken geben. (Daß der Verlag ausgerechnet diesen lahmen, miserabel konstruierten Text als Leseprobe bei Amazon präsentiert gibt ebenfalls zu denken). (Übrigens: warum soll eigentlich nichts über die Nits geschrieben werden? Reimzwang? Oder sind die längst vergessenen US-Metal-Surfer Nits gemeint, und nicht die holländischen Pop-Exzentriker??)

Nach mehr als 300 Seiten bleibt allerdings der Eindruck, daß der Autor irgendwann bei aller Egozentrik und Gefallen an der eigenen Wichtigkeit die Lust verloren hat: Das Geflecht aus Kommentaren, Einführungen, längeren Zitaten und Fußnoten wird irgendwann undurchdringlich, und wie Mario Barth findet auch Gaffory seine eigenen Witze supertoll, folgerichtig tauchen manche Sätze und Wortwendungen gleich mehrmals auf – da hätte ein Verlagslektor vielleicht mal eingreifen sollen (der dann wohl sichergestellt hätte, daß die eingangs großspurig verkündete Beibehaltung der alten Rechtschreibung – Punk! – auch durchgehalten wird). Aber gut, es wird nirgendwo behauptet, daß man es hier mit einem historisch-kritischen Musik-Fachbuch zu tun hat – das hätte wohl sicher nicht die (man kann es nicht oft genug erwähnen:) beeindruckend-vergnügliche Sprachpower dieses Buches gehabt; immerhin hat die Lektüre dazu geführt, daß längst vergessene Alben von Public Enemy und Sade wieder auf meinem Plattenteller gelandet sind. Aber die Passagen über die Noiserock-Szene, über G.G. Allin, und die Live-Berichte zeigen, daß der Autor durchaus in der Lage ist, originelle, atmosphärisch dichte, begeisternde und gleichzeitig informative Texte abzuliefern. Optional auch mit eingestreuten Hoden-Metaphern.

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Miniatur in Freudscher Unterwäsche

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Mein Hüfthalter bringt mich um. Eingeschnürt und eingezwängt in dieses antiquierte Kleidungsstück, mit seinen Haken und doppelt genähten Verstärkungen, das hautfarbene Material schwach glänzend und…

Source: Miniatur in Freudscher Unterwäsche

Fatima liest

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Fatima liest

Bregje Hofstede
Der Himmel über Paris
C.H. Beck 2015
Beinahe zufällig erlebte ich im Sommer bei einer Veranstaltung im Literarischen Colloquium am Wannsee eine holländische Schriftstellerin. Und kaufte mir am nächsten Tag ihren Roman »Der Himmel über Paris«. So muß das sein.
Das Buch erzählt von einem Kunstprofessor in Paris, einer Studentin, und wie sie sich gegenseitig zunächst in die Quere kommen und sich schließlich ihren jeweiligen Wahrheiten und Herausforderungen stellen. Erzählt wird das aus der Perspektive des etablierten Professors, in einem wunderbar reduzierten Ton, so wie manchmal eine vage Bleistiftskizze mehr von der Realität zeigt als ein farbiges Gemälde. Im letzten Drittel dann werden einige dieser Handlungsskizzen einigermaßen vage und als Leser schwankt man dann zwischen verschiedenen Interpretationen. Hinzu kommt die fragmentarische Schilderung einer Affaire aus der Vergangenheit – und die Essays der Studentin zum Problem des perfekten Kunstwerks, und wie Künstler aus Vergangenheit und Gegenwart sich dieser Herausforderung angenähert haben: wenn ich überzeugt bin, mein perfektes Werk zu schaffen, soll ich es dann vollenden? Ich müßte danach ja aufhören…

»Hast Du es schon gelesen? Das Buch von Balzac, das ich dir gezeigt habe?«
»Ja.« Ein erfreutes Lächeln zeigte sich kurz auf ihrem Gesicht, dann klopfte sie sich an den Kopf.
»Das ist jetzt auch hier drin.«
Er nickte. Er wollte noch etwas sagen, aber sie wandte sich ab. Man konnte nicht behaupten, sie würde atmen. Sie hatte eine spitze Nase, spitzer als Mathildes. Ihr Mund war anders. Und sie schwieg.
Er fühlte sich unbeschwert, er konnte nichts daran ändern. Auf dem Weg zur Metro trällerte er.

Die Geschichte eines älteren Mannes also, erzählt von einer jungen Literatin, sagen Sie, unterbrochen von seitenlangen kunsthistorischen Abhandlungen?
Genau. Aber auch sprachlich eine faszinierende Reise (offenbar kongenial übersetzt von Heike Baryga), mit kleinen Beobachtungen und überraschenden Formulierungen auf jeder Seite.

Alles, wovor er Angst hatte, ist endlich passiert.

Schließlich ist überhaupt nicht mehr sicher, welchen Schilderungen man glauben soll – den Charakterisierungen des Erzählers, den Handlungen und Ausbrüchen der Personen, oder dem Leben selber und wie sich die Schicksale entwickeln. Also auch eine Meditation über Erfahrungen, Begegnungen und Erinnerungen, und wie sie unsere Entscheidungen (oder das, was wir dafür halten) beeinflussen. Ein unglaubliches Buch, wie eine Frau Bakker bereits erkannte.

lesehimmel

Radio Radio

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Radio Radio

Nach ein paar Wochen Abwesenheit ist es ja vielleicht zu erwarten, daß man dann gleich sechs Anfragen vorfindet, ob man nicht vielleicht etwas zum Thema Burqa zu sagen hätte (»gerne auch was provokantes…!«) – zum Glück hat sich das Thema zumindest für die Tagespresse wohl inzwischen erledigt. Was aber schmerzt ist der (zugegeben: angekündigte) Niedergang meines ehemaligen Lieblings-Radiosenders.
Nun hat Funkhaus Europa also die lange angedrohte Programm-Reform umgesetzt. Schaltet man jetzt am Vormittag ein fällt als erstes auf, daß der geneigte Hörer jetzt geduzt wird. Supersache: da kann man der Sender-Hörer-Bindung ja kaum entgehen.
Außerdem sind die armen Moderatoren jetzt offenbar per Arbeitsvertrag gezwungen, beim Mikrofon-Wechsel exakt zwei Minuten bemüht kumpelhafte Privatplaudereien auszutauschen. Man erfährt also von der grauenhafte Quälerei, daß die öffentlich-rechtlich bezahlte Sprecherin tatsächlich (»Katastrophe: unser Fahrstuhl ist heute außer Betrieb!«) die Treppe zur zweiten (!) Etage zu Fuß bewältigen mußte. Oder der Moderator letzte Nacht vom Fliegen geträumt hat. Richtig peinlich wird es, wenn die armen Nachrichtensprecher  – die offensichtlich keine Schulung in sinnloser Quasselei absolviert haben – in so eine Maßnahme miteinbezogen werden.
Viel schlimmer als solche durchschaubaren Marketing-Kindereien sind die ständigen Hinweise, doch bitte-bitte eine WhatsApp-Meldung abzusetzen, das Programm bei Facebook zu »liken« und sich an ominösen Twitter-Diskussionen zu beteiligen. Das kennt man ja von werbe-finanzierten Privatsendern: es soll natürlich Blicke und Clicks für die Werbekunden herbeiführen. Aber wieso ein öffentlich-rechtlicher, angeblich »werbefreier« Sender soviel Wert auf sinnlose Sympathiebekundungen legt ist unklar. Ob der Sender und sein Programm erfolgreich sind, wird einerseits durch Marketingfirmen und Umfragen objektiv festgestellt, und sollte andererseits schlichtweg egal sein: die Finanzierung ist (durch die Pauschal-Abgaben des Bürgers) gegeben, und man könnte einfach den selbstgesetzten »Sende-Auftrag« erfüllen. Und zusätzlich gibt es dann ständig Aufrufe, doch anzurufen und seine Meinung zum »Thema des Tages« kundzutun – hier hat man dann die üblichen von der Autobahn gelangweilten Autofahrer (alternativ: die ebenso gelangweilte junge Mutter von zuhause) auf Sendung, die belanglose Statements oder Stammtisch-Parolen ablassen. Echt journalistischer Content kommt dann von der »Social Media-Expertin«, die allen Ernstes Twitter-Kommentare und »Facebook-Shitstorms« vom Vortag vorliest. Was denn nun eigentlich – macht Ihr Radio oder ein Social Media-Portal im Internet? Dieses ganze Vermischungs-Geschwurbel erinnert an die Zeiten, als Fernsehsender es für eine gute Idee hielten, Fernsehshows über »dieses Internet« zu machen, in denen Thomas Gottschalk vom Bildschirm abgefilmte Websites kommentierte. Wo ist Tiger aus Kreuzberg wenn wir ihn brauchen?
Natürlich gibt es in diesem Möchtegern-Multimedia-Irrsinn Inseln der Ruhe, in denen der gesunde Menschenverstand zählt – Ulrich Nollers Buchempfehlungen sind weiterhin Programm-Höhepunkte.
Und – man mag es kaum glauben: ab 18 Uhr gibt es »Soundcheck« (die verschiedenen Sendungen zwischen 6 und 18 Uhr heißen offenbar alle »Cosmo«…selbst die Hörzu ist sich da nicht sicher). »Soundcheck« sind zwei Stunden Musikprogramm, meistens moderiert von den verlässlichen Damen Anna Bianca Krause und Siham El-Maimouni, und das ist meistens ein ungetrübtes Vergnügen. Zwar tauchen unvermeidlicherweise gelegentlich die Playlist-Favoriten des durchgeknallten Musikchefs Francis Gay auf, der nun wirklich auf jeden Promo-Zettel hereinfällt (was dazu führt, daß sich mal eben eine Woche lang jeden Tag eine unterdurchschnittliche US-Indieband vorstellen darf, die ihre »World Music«-Einordnung möglicherweise nur der Erwähnung von Fela Kuti in einem High School-Interview verdankt), und natürlich werden die Funkhaus-Europa-Hausmusiker Gentleman und Patrice bei jeder unpassenden Gelegenheit promotet, aber hey: das ist Radio und kein Logarithmen-gesteuertes Streaming-Angebot; man muß nicht alles gut finden um sich kurzweilig und inspiriert unterhalten zu lassen.
Im Endeffekt ist aber der tolerierbare Teil des Programms auf zwei Stunden täglich geschrumpft. Was zumindest bei mir und meinen Nachbarn und Kollaborateuren dazu geführt hat, mehr (wir sind ja in Berlin:) Flux-FM zu hören. Ja klar – das ist ein kleiner kommerzieller Familiensender, der aber kein Hehl daraus macht (und auch seine Promotionaktionen nicht verschleiert), und vor allem: Musik ist da keine Nebensache (ist sonst auf der Welt noch jemand on air, der die Housemartins oder Ton Steine Scherben auf der ständigen Playlist hat?).
Der faule Winson könnte allerdings durchaus jeden Nachmittag die »Morning Show« machen.

07-morning-radio