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Schlagwort-Archive: Rollenspiele

Pläne

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Pläne

Die famose Liebeszeitung berichtet, daß eines unserer offenbar seriösen Medien erstaunt ist, daß – trotz Corona! – die Menschen sich weiterhin bei »Sex-Dates« treffen. Wahrscheinlich ist man dort auch überrascht, daß die Leute weiterhin Nahrung zu sich nehmen – wo doch jetzt die Restaurants alle geschlossen sind…

Jeder hat sich wohl in den letzten Monaten bei irgendeinem Aspekt seines Lebens umorientieren müssen, und unabsichtlich dabei wohl auch mal völlig neue Entwicklungen ausgelöst. Eine Freundin erzählte mir, daß ihre Blind Dates nicht mehr am Freitagabend in diskret-schummrigen Bars ihren Anfang nehmen, sondern daß sie sich zum ersten realen Kennenlernen nach Chat und Bildertausch online jetzt am Samstagnachmittag zu einem Spaziergang im Park verabredet – Treffpunkt Minigolfplatz. Bei Gefallen landet man gewohnt zügig in irgendeinem nahegelegenen Bett, und es hat den Vorteil, daß sich die Beteiligten bei Tageslicht (und mehr oder weniger nüchtern…) miteinander vertraut machen können.

 

Meine eigenen liebgewonnenen Aktivitäten im erotischen Bereich kamen größtenteils zum Stillstand – wegen eingebildeter, vorausahnender oder tatsächlicher Kontaktbeschränkungen. Also erstmal kein Vorführen des Dienstmädchens vor der Herrenrunde beim privaten Dinner… Als Putzhilfe mit Hijab, Schürze und in nostalgischer Unterwäsche gab es jedoch weiterhin zu tun: ist der Hausherr doch neuerdings im Home-Office beschäftigt. Meine ersatzweisen Gastauftritte in den Videochats des freundlich-verschwiegenen Clubs waren daher ohne Ambitionen »passiert«, eher aus Eitelkeit oder Neugier.

Aber die (zugegeben: vereinzelten) Nachfragen noch Wochen später führten dann während der (andauernden) zweiten Zwangspause zu gelegentlichen Wiederholungs-Besuchen auf den Smartphones der Stammgäste. Nach meinem kürzlichen versuchsweisen Hilfseinsatz wurde ich dann von der Chefin wieder einmal (»Wir müssen reden…«) zum Gespräch eingeladen. Was da im Nachhinein an Kommentaren und Vorschlägen eingetrudelt war gab dann doch zu denken. Selbst wenn man den reinen Quatsch und Unfug beiseite ließ (»…sie könnte dann gleich bei mir einziehen« bzw. »Festanstellung 24/7 erwünscht« usw.), blieben doch eine Handvoll ernstzunehmender »Angebote« für die orientalische Dienerin, die sich trotz Einsichten auf die altmodisch-erotischen Dessous und die stramm verpackten Rundungen stets verschleiert gezeigt hatte.

Und die dann am Ende der Gespräche tatsächlich ins Team aufgenommen wurde – zwar lediglich für individuellen »Escort«, ansonsten aber mit allem Drum & Dran wie Steuernummer und Attest. Bei aller (im wahrsten Sinne des Wortes) Abenteuer-Lust hatte ich auch von Anfang an klar gemacht, daß meine Interessen vor allem phantasievoll-erotischer Art sind – Rollenspiele eben, mit Fetischen, Szenarien oder Kleidung als Ausgangspunkt der wie auch immer gearteten Dates. Wenn nun diese Treffen nicht durch persönliche Empfehlung aus dem Bekanntenkreis zustandekommen, sondern durch den Club, dann kann einem das nur recht sein. Man wird sehen… Jedenfalls werde ich den anderen im Team wohl kaum Konkurrenz machen wenn es um »Verkehr« geht (wie es so schön heißt), oder Schulmädchen-Outfit gefragt ist (das mir in meinem Alter sowieso keiner abnimmt). Aber die Premiere zeigte, es sind die ungeplanten Überraschungen die am Ende zur allgemeinen Zufriedenheit führen.

Wobei mögliche Dienstleistungen momentan wohl eher selten (oder überhaupt nicht) zu realisieren wären. Immerhin, wie uns die Presse informiert –  »Frauen und Männer« treffen sich weiterhin um Spaß zu haben. Es besteht also noch Hoffnung.

Geschäftsreisen

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Geschäftsreisen

Was hatte man früher nicht alles beachten (oder umgehen) müssen wenn es mal zu einem erotischen Date im Hotelzimmer ging. Da wurde auch mal nach einer fiktiven Zimmernummer gefragt (um überhaupt in die Nähe zum Lift zu kommen), im Fahrstuhl das Make-up aufgefrischt, und es gab immer etwas Dringendes »persönlich« abzugeben – oder man wurde nach peinlicher Warterei am Empfangstresen (»Ah, Frau Kollegin…«) abgeholt. In manchen Hotels kenne ich heute noch die Personal-Eingänge und die Treppenhäuser in denen man sich bei Bedarf auch mal ungestört umziehen kann. Und unvergessen der Portier, der mir wiedererkennend zublinzelte als ich nach Zimmer 215 fragte. Und dann breit grinste als ich erklärte daß wirklich nur meine Mutter zu Besuch in der Stadt sei…

Heutzutage geht alles mit Chipkarte, Code und PIN-Eingabe, und verschmitzt blickende Portiers gibt es wahrscheinlich nur noch im Grand Hotel. Die beiden Damen neulich jedenfalls trafen keine Menschenseele auf ihrem Weg vom Taxi bis in den dritten Stock des Businesshotels, und ungestört wackelten sie auf ihren Highheels die Flure entlang. Selbst die Aufzeichnungen der überall präsenten Kameras bekam wahrscheinlich kein menschliches Auge zu sehen bevor sie routinemäßig gelöscht wurden.

Die neuerdings wieder stattfindenden Videochats hatten nämlich zu einer unverhofften Ergänzung meiner Spanking-Erfahrungen geführt. Nach dem Lockdown-bedingten Stillstand der versprochenen »Ausbildung« war ich natürlich sehr interessiert, als Ewa – eine meiner Streaming-Partnerinnen – fragte, ob ich sie zu einem Date begleiten würde. »Ehrlich gesagt, ich habe keine Lust drei Tage mit rotem Po herumzulaufen… und dir scheint das ja Spaß zu machen.« Und so standen wir also in weißen Blusen und kurzem (sie) bzw. langem Rock (ich) vor der Tür des Hotelzimmers, die ein Herr mittleren Alters öffnete. Geschäftsbesuch also.

Szenarien oder Rollenspiele waren hier nicht gefragt, und nach höflich-minimalem Smalltalk kniete ich schon ohne Rock und Höschen vor dem Bett, vornübergebeugt, die Hände nach vorne an einen Bettpfosten gefesselt. Ich trug ein schwarzes Spitzenkorsett mit Strumpfhaltern, die jetzt über dem emporgereckten Hintern spannten. Ein paar kurze Schläge mit der flachen Hand, und mein geil-seufzendes Stöhnen schien ihm zu gefallen. Zunächst jedoch blieb ich und mein brennendes Hinterteil unbeachtet – Ewa widmete sich, jetzt in Strapsen und offenem Lackleder-BH, seinem offenbar beachtlichen »Business-Plan«.

Ich wurde dann für einige Zeit ziemlich durchgeschüttelt durch das Treiben direkt neben mir, und nach einem nicht zu überhörenden Abschluss hatte ich dann fast den Eindruck, daß unser »Geschäfts«-Besuch hier beendet sei. Doch da klatschte es unverhofft wieder auf meinen blanken Po; ich seufzte überrascht und eine Welle der Lust durchfuhr mich. Wieder ein Klaps, es prickelte und brannte, ich wollte mehr davon. Ich wiegte mich in den Hüften soweit das ging – Patsch! – und ich wurde immer geiler und stöhnte unverhohlen. Zwischen den Hieben griff er mir in den prallen festen Po, faßte zwischen die Schenkel, fingerte nach oben… wahrscheinlich bemerkte er, wie ich – auf dem Bauch liegend, gefesselt in den zerwühlten Kissen – verstohlen einen Blick auf seine wieder zu beachtlicher Größe gekommene Erregung erhaschte.

Seine Finger hatten wohl auch meine Bereitschaft erspürt – aber nichts in dieser Richtung war vereinbart worden. Trotz seiner erkennbaren Begierde zögerte er, aber nach einem zustimmenden Blick von Ewa gab ich meine Aufforderung weiterzumachen. Ein paar weitere Klatscher steigerten meine Begierde noch weiter, und dann bearbeitete er das geschundene Hinterteil mit kräftigen tiefen Stößen… Von mir aus hätte diese unerwartete Extase, brennend, lustvoll, schmerzhaft und intensiv, noch länger so weitergehen können, aber schon bald spürte ich wie seine warme Entladung an meinen bestrumpften Schenkeln heruntertropfte.

Als wir wieder zu Atem gekommen waren, konnten wir uns dann ohne Hast bereitmachen, um wieder an die Öffentlichkeit zu gehen. Seltsamerweise begegneten uns auf dem Rückweg im Flur und im Lift jetzt auch andere Gäste des Hotels; trotz Alltagsmaske hatte ich den Eindruck, jeder würde ganz genau wissen, was wir gerade erlebt hatten. Und meine vagen Zweifel ob ich die Erwartungen erfüllt hatte wurden auf dem Weg nach Hause schnell beseitigt. »Alles genau richtig gelaufen. Und wer hätte gedacht daß auch noch deine verborgenen Talente zum Einsatz kommen! Und so gut bist du beim ’sport on channel two‘ …haha

Nebenbei bemerkt

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Nebenbei bemerkt

Nun richten sich meine gelegentlichen Äußerungen hier ja an einen relativ begrenzten Kreis von Lesern, und man könnte einiges an Kenntnis der Umgebung und der Anlässe vorauszusetzen – aber man steckt eben nicht drin.

Vielleicht habe ich mich auch unklar ausgedrückt; jedenfalls geistern ein paar Sätze von mir neuerdings durch die virtuelle Welt unter dem Motto »Shitstorm« – der entstanden sein soll wegen des Anblicks eines wohlgeformten Busens in einem Videostream. Also ich weiß ja nicht… es sollte eigentlich klar sein daß Leute, die sich persönlich zu einem quasi-privaten Erotik-Treffen bei InstaFacebook einladen lassen, wohl kaum empört sind wenn sie zu sehen kriegen was sie zu Recht erwarten. Die von mir erwähnten zahlreichen Online-Kommentare waren natürlich durchweg zustimmend; auch wenn mich das, nun ja: sprachliche Niveau etwas erstaunt hat. Da kamen dann die Klischees und Tabus, mit denen ich bei meinen Rollenspielen lustvoll, manchmal fast ironisch spiele, dann doch sehr direkt zur Sprache. Was aber dem Anlass entsprechend durchaus passend war – sog. „social media“ eben, und nicht das Literarisch-Erotische Colloquium. Alles aber (dies auch zur Ehrenrettung meiner damaligen und gegenwärtigen Kolleginnen) weit entfernt von wie auch immer definierten »Shitstorms«. Die finden nach wie vor woanders statt.

Kontakte und kontaktlos

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Kontakte und kontaktlos

Wie es so schön heißt – die besten Pläne werden manchmal durchkreuzt weil einem das Leben in die Quere kommt. Durch die allumfassenden Virenbekämpfung-Maßnahmen im Frühjahr wurde nicht nur das vielversprechende Erziehungsspiel sozusagen schlagartig beendet – nach dem Besuch im Hinterzimmer Anfang März konnte es leider zu keinen weiteren Kontakten kommen – auch ansonsten gab es überraschende Entwicklungen. Wer hätte gedacht, daß mich hierzulande ein Innenminister dazu auffordert, mein Gesicht zu verschleiern, oder daß Kirchen und Bordelle mit der gleichen Begründung geschlossen werden…

Immerhin konnten die Hausmädchen-Dienste weiterhin stattfinden: meine vor Jahren angeschaffte Sammlung von Niqab-Schleiern kam zum unerwarteten Einsatz (auch ein braves Hausmädchen bedeckt folgsam Mund und Nase…) und führte zu überraschenden erotischen Inspirationen seitens der Herrschaft, und auch mein neuentdecktes Interesse an Fesselungen war zeitweise wieder gefragt.

Denn die Betreiberin des kleinen Vorort-Nachtclubs meldete sich und fragte, ob ich Interesse hätte, mich vor einer Kamera zu zeigen – bei einem privaten Livestream. Dies war in den ersten Tagen des umfassenden Lockdowns, und Veranstalter und Clubs suchten nach Möglichkeiten, den Kontakt zu den »Kunden« aufrechtzuhalten. Einige der Mädels hatten sich bereits gelegentlich via Videostream bei Instagram, Facebook etc. präsentiert: mit Handy gefilmte halbstündige Peepshows aus dem Wohn- oder Schlafzimmer, harmloses Herumalbern in Reizwäsche oder Negligé, um nicht vollends in Vergessenheit zu geraten.

Nun hatte ich weder Interesse an einer nachgestellten Bondage-Session noch irgendwelche monetären Ambitionen – andererseits hatte mein kleines Zwischenspiel abseits der mileu-erprobten Lack/Leder- und Schulmädchen-Klischees wohl hier und da zu Reaktionen geführt… Ich schlug deshalb – neugierig war ich natürlich schon sehr – einige meiner Rollenspiel-Szenarien vor. So gab es dann irgendwann den Gastauftritt einer (natürlich verschleierten) Dame, offenbar zufällig in die Runde geraten, die dann unvermeidlicherweise, und nach vergeblichem Sträuben nicht nur ihre Rundungen sondern auch die altmodischen Dessous zeigt.

Nach all den bisherigen Erfahrungen bei Rollenspielen war das beileibe nichts Neues für mich, aber die laufenden Online-Kommentare ließen durchaus erahnen, wieviele eingebildete, verordnete oder politisch-korrekte Tabus bei den Zuschauern ins Wanken geraten, wenn die unscheinbare »Nachbarin« mit Kopftuch oder die folgsame »Angestellte« im braven Kleid sich auf solche Spielchen einlassen. Ich fand es immerhin schmeichelnd was da so alles offenbar in Wallung geriet beim Anblick eines simplen hautfarbenen Mieders oder eines wohlgefüllten Büstenhalters.

Aber gut – wahrscheinlich ist es erstmal vor allem die Phantasie (und der Reiz der als nicht mehr zeitgemäß verpönten Gedanken) auf die wir uns in der derzeitigen Situation noch am ehesten verlassen können.

Ein Erstes Mal (eins von einigen)

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Wer spezielle erotische Vorlieben ausleben möchte, findet im Netz eine bunte Auswahl von Foren, Chats und Communities. Wenn solche Phantasien aber in der realen Welt (wie auch immer) verwirklicht werden sollen, wird es schon etwas schwieriger. Meine eigenen Ausflüge, Abenteuer und Spielchen in dieser Art sind nun auch nicht gerade die Art von Dates, die spontan von einer Handy-App organisiert werden – daß ich bei der Rollenverteilung die passive, unterwürfige Variante bevorzuge heißt ja nicht, daß meine Telefonnummer bei den Stellenanzeigen zu finden ist.

Meistens sind es Gleichgesinnte, die untereinander Empfehlungen weitergeben, oder eine verschwiegene Dame gibt einer anderen verschwiegenen Dame einen Hinweis… Aber wann geht es konkret zur Sache, wie fängt es dann an beim Ersten Mal? Vor allem: jedesmal anders.

Da gibt es – um ein Beispiel zu nennen – diese Dating-Portale für Muslime, die zum einen mehr oder weniger offensichtliche Heiratsbörsen sind, zum anderen jedoch Gelegenheit zum unverbindlichen Chatten in einem einigermaßen definierten Umfeld bieten (wenn ich mit meiner Tante plaudere muß das nicht unbedingt im Bondage-Forum stattfinden…). Jemand hatte mich dorthin eingeladen und wie das so ist, klopfen dann auch andere an. Ein Herr ließ sich nicht einmal von meinen Beteuerungen abhalten, daß ich keineswegs heiratswillig sei, und so entwickelte sich ein lockerer Kontakt, der schon bald reichlich frivol wurde. Und es stellte sich heraus, daß er wenig an arabischer Kultur interessiert war, aber umso mehr an dem, was sich unter Hijab und Schleier an erotischen Geheimnissen verbarg. Da er sich – im richtigen Moment durchaus humorvoll – klug artikulieren konnte, kam es schließlich zu gelegentlichen Telefonaten. Und dann, ich hatte es befürchtet: der offenbar unvermeidliche Berlin-Besuch mit der Bitte um ein Treffen.

Was ich allerdings nicht erwartet hatte, war die Einladung zu einem Abend in der Komischen Oper. Meine Abwehr-Reflexe schmolzen dahin bei dem Gedanken, endlich mal wieder im eleganten marokkanischen Abendkleid zu erscheinen (ein Vergnügen, daß ansonsten auf Hochzeitsfeste in Familie und Bekanntenkreis beschränkt ist).

Am verabredeten Abend entschied ich mich für ein einigermaßen festlich-dezentes Erscheinungsbild und fiel unter dem Opernpublikum wahrscheinlich garnicht so sehr auf: schwarzer bodenlanger Abaya mit sparsamen ornamentalen Verzierungen und sandfarbener Hijab, der die Oberweite je nach Bedarf betonen oder verschleiern konnte. Mein Begleiter war offensichtlich begeistert, und unsere Gespräche entwickelten sich im Laufe des Abends von ironisch-frivolen Anspielungen zu einem erotisch-obszönen Austausch.

Da war es dann reichlich überraschend, daß die Taxifahrt zu meiner Wohnung (während der neugierige Hände eifrig meine Dessous zu erkunden versuchten) mit einem galanten Abschied endete. Und er dann allein zurück ins Hotel fuhr… dabei hatte ich mir die eventuell erforderlichen Abwehr-Floskeln schon zurechtgelegt!

Der etwas irritierende – jedoch ja durchaus positiv zu sehende – Ausgang des Abends wurde dann am nächsten Tag korrigiert mit einem wilden Nachmittag im Hotelzimmer, bei dem keiner von uns beiden wirklich nackt war, jeder jedoch spritzig und eindringlich auf seine Kosten kam.

Resonanzkörper

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Resonanzkörper

Es ist schon seltsam – eine Nebenbei-Bemerkung über den (nicht unbedingt nur erotischen) Realismus meiner Rollenspiele sorgt für eifriges Nachfragen, und die Liebeszeitung stellt passenderweise die Frage, ob beim Rollenspiel geglaubt wird, man »sei wirklich diese Person«… Resonanz ist ja nicht schlecht , und vielleicht auch Ansporn, daß ich meine Gedanken sortiere und für Klarheit sorge.

Ich bin also bei gelegentlichen erotischen Spielchen als »Dienstmädchen« auch als solches tätig : das hat bei mir aber weniger mit Schauspielerei oder Method Acting zu tun als mit der Zeit, die man sich nimmt für dieses Spiel. Diese Art Rollenspiele sind eben keine kompakten Kurz-Dates mit klar abgegrenzten Abläufen und Fetischen, sondern man einigt sich auf eine Ausgangsposition (die besagten Rollen, vielleicht eine Situation oder Szenerie…) – und dann läßt man sich treiben von der Logik, der Lust und der Interaktion der gewählten Rolle. Und wohl jeder der sich auf so etwas einlässt wird es schon mal erlebt haben, daß einer (oder beide) der Beteiligten nach einer Weile merken, daß es einfach nicht funktioniert… oder es entwickelt sich alles in eine unvorhergesehene Richtung: Reaktionen, Verhalten und nicht zuletzt der Weg zur Lust muß manchmal erst gefunden werden. Hilfreich ist dabei häufig ein gewisser Realismus, und das »Hausmädchen« beschäftigt sich demzufolge zunächst mit dem Abwasch (und ein »strenger Herr« erscheint natürlich auch nicht im T-Shirt, sondern trägt Anzug und Weste).

Im Idealfall geht man dann in der Rolle auf – aber man verliert sich nicht darin; gelegentliche Zwischenbemerkungen und Kommentare sind manchmal nötig, und man sollte dabei nicht gleich »aus der Rolle fallen«. Dies alles hat natürlich vor allem mit der persönlichen Einstellung zu tun, und ob die Beteiligten dabei eine gemeinsame Ebene haben, und macht die Suche nach dem passenden Gegenüber manchmal gewiss mühselig. Es reicht eben nicht, einfach ein paar Kleidungs-Fetische aufzulisten – besonders wenn man wie ich vieles davon (zumindest was das Darunter betrifft) tagtäglich zum eigenen Wohlbefinden trägt (siehe unten). Um das sozusagen: »Bewerbungsgespräch« wird man nicht herumkommen, und statt schauspielerischer Ambitionen oder einem ausgefeilten Drehbuch kommt es letztendlich darauf an, ob die Fantasien sich ergänzen und die Atmosphäre stimmt.

Normaler Januar

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Normaler Januar

Ach wie schön wenn das neue Jahr beginnt mit dem großen Hausputz – und das Dienstmädchen hat alle Hände voll zu tun, gerade an diesem Sonnabend allein mit dem Hausherrn. Da müssen Teppiche geklopft, Geschirrschränke ausgeräumt (und wieder eingeräumt) werden, und Fußböden müssen geschrubbt und gewischt werden.

Da diese Einladung zu einem Tag als Hausmädchen über einen Kontakt der viktorianischen Bekanntschaft zustande gekommen war, wußte ich natürlich wie ich zu erscheinen hatte. Mein hochgeschnittenes lachsfarbenes Schnürkorsett war genau richtig und sorgte für aufrechte Haltung und pralle Rundungen vorne und hinten. Über den stilgerechten Unterröcken, Miedern und Strümpfen trug ich ein schlichtes bodenlanges Kleid in schwarz und eine lange weiße Schürze. Den akkurat gesteckten Hijab hatte ich mit einem dunkelblauen Spitzenschal ergänzt.

Das Begrüßungsgespräch war erfreulich kurz und zielgerichtet – es ist ja mittlerweile fast Standard, daß man sich vor einem Phantasie-Rollenspiel nicht so sehr über erotische Tabus und Vorlieben, sondern darüber verständigt, daß alles dabei naja: Phantasie ist und offenbar nicht die »tatsächliche Meinung der handelnden Personen ausdrückt…« (Jungjunge, was sind das für Zeiten!). Aber schon ging es an die Arbeit! Denn es wurde tatsächliche Hausarbeit erwartet (soviel zum Thema Phantasie). Aber ich finde das immer sehr reizvoll, denn man taucht viel intensiver in die verabredete Rolle ein und die schließlich resultierende Erotik hat dann eine eigene Dynamik entwickelt. Meine Tätigkeit in Haus und Haushalt wurde dann auch immer unverhohlener beobachtet, und schon bald gab es fordernde Berührungen, anzügliche Bemerkungen und die Dienstpflichten mussten gelegentlich unterbrochen werden wenn Glasdienste oder Abstufungen anstanden. Am späten Nachmittag fand ich mich dann über eine Sessellehne gebeugt, die Röcke gerafft bis zur Hüfte, und spürte schon eine pochende Erregung an meinem prallen Hintern während eine fahrige Männerhand versuchte das üppig gerüschte und inzwischen feuchte Höschen herunterzuzerren…

 

Ach wie schön wenn das neue Jahr begonnen hat mit dem großen Hausputz – und das gehorsame Dienstmädchen hat alle Pflichten erfüllt zur vollsten Befriedigung des Hausherrn. Dann muß nur noch der Tisch gedeckt werden, denn die Dame des Hauses wird zum Abendessen zurückerwartet.

Gehorsame Verhältnisse

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Gehorsame Verhältnisse

Viel ist passiert inzwischen – E-Scooter rasen über Gehwege, das Bergmannstraßen-Fest findet nicht mehr in der Bergmannsfraße statt, und der Broken Englisch-Laden hat zugemacht – aber immerhin hat sich meine neu-belebte Dienstmädchen-Anstellung eingespielt. Regelmäßig finde ich mich nun im Heim meiner Gastgeber ein, und werde von der Hausherrin für den Tag (oder Abend) instruiert. Im Grunde wie schon mehrfach beschrieben – da bin ich dann das schüchterne Hausmädchen das begrapscht und belästigt wird, die unterwürfige Sklavin, von den Herren abgerichtet und benutzt, oder die schlampig-nuttige orientalische Besucherin… Die anwesenden – zumeist älteren – Herren genießen sichtlich die Inszenierung und Umsetzung ihrer geilen Fantasien; und daß ich wie immer stets Hijab trage steigert offenbar den Reiz des Exotischen.

 

Manchmal erscheine ich der (mehr oder weniger großen) Gruppe der Anwesenden als Haushaltshilfe, putze, serviere, und Ähnliches, manchmal werde ich vorgestellt: inzwischen kenne ich die meisten Herren und weiß, ob eine «peinliche Befragung» ansteht oder gleich mit gierigen Händen die üppigen Rundungen begrapscht werden. Und ob es nun zu «Bestrafungen» kommt oder ich meine altmodisch-erotische Unterwäsche präsentiere – fast immer endet es damit daß ich mich mit Lippen und Zunge beachtlichen Erregungen widme… die dann bei der Hausherrin so richtig zum Einsatz kommen! Da diese jedoch keine Analspiele mag, darf bei Bedarf hier dann die gehorsame Sklavin benutzt werden – entsprechende Dildos haben sie darauf bereits intensiv vorbereitet.

 

Neben der Lust am erotischen Spiel und rasantem Sex ist es vor allem die Spannung, wie auf meine Rolle und Kleidung reagiert wird, die mich bei jedem Date aufs Neue reizt. Wie bereits beim ersten Treffen jemand sagte: «Wir wollen nur für einen Abend die dummen alten Porno-Klischees wieder aufleben lassen…» Und so gesehen ist der Abschluss meines letzten Treffs ganz typisch: das luftige Sommerkleid der «Kollegin aus der Firma» war über die Schulter gerutscht und entblößte eine vom BH prall und spitz geformte Brust, das feuchte Unterkleid klebte auf der Haut, aus den offenen Bloomers lief zwischen Spitzen und Rüschen der warme Saft vom Analritt die Beine runter, und jetzt kniete ich mit der «Chefin»  zusammen vor den zwei «Kollegen« in Erwartung der unausweichlichen Spritzer übers Gesicht.

Ramadan und eine unverhoffte Begegnung

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Ramadan und eine unverhoffte Begegnung

Eine Woche Ramadan – und es ist erstaunlich, wieviel Zeit man hat, wenn das Frühstück vor Sonnenaufgang stattfindet. Das sind – wenn man sich auf die verkürzte Nachtruhe eingestellt hat – gute drei Stunden bevor der übliche Tagesablauf beginnt. Da kann man dann in aller Ruhe (Achtung: Klischee!) auf Vorrat Hijabs bügeln, das schon seit Ewigkeiten herumliegende Magazin über B.B. King lesen, abgerissene Spaghettiträger am Unterkleid annähen, oder statt direkt zur U-Bahn zu gehen einen Spaziergang im Park machen.

Um dort dann beim Minigolfplatz auf einen älteren Herren zu treffen, der gestenreich bittet, man möge doch die Musik-Ohrstöpsel abnehmen. Ohje, morgens um sieben bereits ein ortsunkundiger Tourist… – aber keineswegs: nach kurzem Drumherumgerede fragt er, ob ich vielleicht… möglicherweise… in aller Höflichkeit gefragt… das Hausmädchen sei, dem er gelegentlich bei einem gemeinsamen Bekannten… nunja: den Hintern versohlt habe.

Ich bin vor Überraschung tatsächlich einen Moment lang sprachlos. Ein unliebsames Wieder-Erkennen? Einigermaßen unscheinbar gekleidet wie ich bin – Jeans, lockere Bluse, knielange Sommerjacke und passendes Kopftuch – hat ihn, wie sich bald herausstellt, die Art wie der Hijab das Gesicht umhüllt, wie die Nadeln den Faltenlauf fixieren, unwillkürlich an damals erinnert.

Er ist also tatsächlich einer jener Gäste, die mein damaliger „Professor“ gelegentlich einlud, um seine devote Dienerin bei erotischen Rollenspielen vorzuführen. Die höfliche, ungezwungene Offenheit beiderseits führt dazu daß wir bald in ein amüsiertes Gespräch vertieft sind, während wir ohne eigentliches Ziel durch den Park schlendern. Er erzählt, daß er ja nun im Ruhestand sei, und sich gerade bei „den Jungs“ am Parkeingang „was zum Rauchen“ besorgt habe: „Preise haben die inzwischen! Naja, ich brauch das ja eigentlich nur wegen meinem Rücken…“ Er ist erstaunt als ich ihm erzähle, daß ich diese regelmäßigen „Dienste“ als unterwürfiger Part bei fantasievollen Rollenspielen weitgehend aufgegeben habe; er wirkt aber interessiert als ich erwähne, daß ich nach wie vor Korsett und Mieder trage – zu seiner Freude beschreibe ich ihm dann detailliert, was ich derzeit an Unterwäsche trage.

Schließlich muß er dann doch zu seinem Auto zurück – er wohnt inzwischen außerhalb der Stadt – und wir tauschen Telefonnummern (er) und Mail-Adressen (ich) aus. Man sollte sich doch wirklich mal auf einen Kaffee treffen…

Den ganzen Tag freue ich mich amüsiert, wie ungezwungen diese eigentlich ja doch frivole Begegnung und Unterhaltung verlaufen ist. Jemanden wiederzusehen, der einem vor mehr als zehn oder fünfzehn Jahren bei erotischen Spielchen begegnet war, ohne daß es in Frendschämen und Peinlichkeiten endet, das ist schon selten. Und beweist, daß die Treffen beim Professor mit ihrer eigentümlichen Mischung aus kultiviert-ironischer Plauderei und versaut-tabulosen Unterbrechungen schon etwas Besonderes waren.

Sexbeat-Momente (1)

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Sexbeat-Momente (1)

Warum läuft auf Fetisch-Parties immer so schlechte Musik? Das war die Frage, über die ich – Jahre ist es her… – mit einem netten Herrn auf einer ebensolchen Party ins Gespräch kam. (Wir waren offensichtlich beide vor allem zum Sehen & Gesehenwerden auf der Tanzfläche da, weniger wegen der Aktivitäten in den Nebenräumen.) Im Laufe der Plauderei lud er mich dann ein, vielleicht zu überlegen, ob ich nicht in seinem Nachtclub mal einen Abend auflegen könnte… „Mitte der Woche ist immer wenig los, und vielleicht kommen ja zusätzliche Gäste, wenn ich ein DJ-Programm ankündige. Und ein sexy Girl, das die Musik aussucht…“ Ein paar Tage später machte ich mich auf den Weg in den kleinen Ort vor den Toren Berlins. Er holte mich am Bahnhof ab und kurz darauf standen wir vor dem Club: ein ganz normales Einfamilienhaus in einer Nebenstraße, mit einem langgezogenen Nebengebäude und einem geschlossenen Innenhof. Der Neon-Schriftzug und das rot erleuchtete Fenster neben dem Eingang machten unmissverständlich klar, daß Damen hier vor allem  ihre professionellen Dienste anbieten würden. Bedenken und Zweifel die ich natürlich hatte (das kommt davon, wenn man im Fernsehen immer nur Krimis guckt…) waren schnell verflogen als ich dann begrüßt wurde von zwei jungen Frauen, die sich jetzt am frühen Abend langweilten und über jede Abwechslung freuten.

Ich war mehr oder weniger in meinem üblichen Club-Outfit gekleidet – High Heels, Korsage, langer enger Rock – und als ich Mantel und Kopftuch abgelegt hatte, entstanden gleich die Fachgespräche über Einkaufsquellen, Größen und Preise. Ich verbrachte dann – nach einer Besichtigung der Räumlichkeiten – den ganzen Abend an der Bar und verabschiedete mich gegen Mitternacht, um den letzten Zug in die Stadt noch zu erwischen. Auf der Rückfahrt kam ich dann ins Grübeln. Die familiäre und offene Atmosphäre hatte mir gefallen, und der Gedanke reizte mich, dort in mehr oder weniger erotischen Outfits zu erscheinen. Und Gespräche, Flirts und der anzügliche Smalltalk, den ich mit den wenigen Besuchern an der Bar hatte, waren durchaus interessant gewesen… Ich hatte allerdings keine Ambitionen, daraus bezahlte erotische Dienste entstehen zu lassen.

Die folgende Woche über war ich hin- und hergerissen. Nach mehreren Telefonaten mit meiner Schwester und dem ‚Chef‘ (nennen wir ihn mal so) gab es dann eine vorläufige Vereinbarung: ich bin an einem Tag in der Woche in der Bar, überlege mir ein Thema für die Musik des Abends, bin bereit für Gespräche mit den Gästen, und habe mit den professionellen Diensten der Damen nichts zu tun. Es war mir schon klar, daß meine Neugier hier benutzt wurde, um (im besten Fall) den Umsatz zu steigern, aber da ich zu nichts gezwungen wurde konnte ich jederzeit aufhören. Wir einigten uns jedoch darauf, daß der jeweils nächste vereinbarte Termin auch eingehalten wird.

Und das war der Start für einen spannenden Sommer und meine flüchtige Bekanntschaft mit dem Rotlicht-Milieu.

Der erste Tag zeigte dann schnell, daß meine Musikauswahl zwar keinen störte, aber gleichzeitig auch wohl niemanden so richtig interessierte. Während also die Gäste  ihren niederen Instinkten folgten, groovte wohl außer mir nur noch der ‚Chef‘ hinter der Bar zu Yma Sumac und Martin Denny… Ich war so gegen 19 Uhr eingetroffen und man zeigte mir ein kleines Zimmer im ersten Stock, in dem ich mich in Ruhe stylen und schminken konnte. Bei meinem ersten Besuch hatte ich das Gefühl, daß ich mit einer Mischung aus ‚Bezaubernde Jeannie‘ und Fetisch-Sklavin vielleicht einen Stil finden könnte, der meinem Hang zu erotischen Rollenspielen entspricht und gleichzeitig nicht zu vordergründig ’nuttig‘ wäre. Also behängte ich mich mit Schmuck, schnürte mich in eine Korsage, trug zu den Stiefelchen eine durchsichtige bauchfreie Pluderhose und drapierte meine Haare mit ein paar Tüchern zu einer Art Turban. Der mit Herzklopfen erwartete Abend begann mit Langeweile: fast zwei Stunden saßen meine beiden ‚Kolleginnen‘ und ich plaudernd in der Bar, was den Vorteil hatte, daß ich, als der erste Besucher eintraf, bereits alle Bedenken, Hemmungen und Erwartungen vergessen hatte; ich stöckelte locker von der Bar in die Musik-Ecke, holte zwischendurch was aus dem ‚Mädchenzimmer‘ im Obergeschoss, ging auch mal zur Tür, um neue Gäste einzulassen… und wie erwartet war der Gesprächston zwischen uns Mädels und den Gästen betont locker und unverfänglich. Da wurde über das Wetter, das Auto und anderes geplaudert und ich beantwortete mehrmals die Frage, woher ich denn nun käme („…aus Kreuzberg!“). Auch daß ich für die anvisierten Dienste nicht zur Verfügung stehen würde, wurde problemlos akzeptiert: „Ich bin für die Musik zuständig und ansonsten nur Dekoration…“ Immerhin erkundigte sich der ein oder andere, ob ich jetzt öfters hier anzutreffen wäre, was mir dann doch fast wie ein Lob vorkam. Auch merkte ich, daß  einige der Kunden – neben der Zeit mit ihrer Dame in einem der separaten Zimmer im hinteren Teil – durchaus gewillt waren, einfach noch eine Stunde oder zwei plaudernd und trinkend in der Bar zu verbringen, und nach Mitternacht wurde die Stimmung dann wirklich locker: es waren kleine Grüppchen auf die Sitzecken verteilt und ich konnte es mir praktisch aussuchen, wo ich mich dazugeselle und mir einen Sekt spendieren lasse (und natürlich: da wurden auch öfters die Beine, Hüften und die Oberweite begrapscht – aber auch nicht aufdringlicher als in der Disko!). So gegen vier Uhr morgens ging dann der letzte Besucher und im Gegensatz zum ersten Besuch erwischte ich diesmal nicht den letzten, sondern den ersten Morgenzug in die City zurück.

Zuhause angekommen war ich zwar müde, gleichzeitig aber aufgeregt wie nach einer durchtanzten Nacht – diese seltsame Mischung aus Langeweile, Erotik, bemühter Normalität und immer wieder aufblitzender Geilheit fand ich absolut toll. Und die Situation, selber kein Gast, sondern sozusagen Gastgeber oder Dienstleister zu sein gab mir die Sicherheit, mich ganz locker und ohne Hemmungen zu verhalten, mich offen in meinem Outfit zu zeigen, nur geleitet von meiner selbstgewählten Rolle…